Isha L`Isha (Frauen für Frauen), Haifa

Teilnehmerinnen einer Veranstaltung über illegalen Frauenhandel.Das Isha L`Isha Haifa Feminist Center (ILI) wurde 1983 von engagierten Frauen gegründet. Die Arbeit von ILI lässt sich derzeit auf folgende vier inhaltliche Schwerpunkte zusammenfassen:

Hilfe zur Selbsthilfe für sozial benachteiligte und in Armut lebende Frauen: Es gibt Fördergruppen, in denen die betroffenen Frauen von ILI-Mitarbeiterinnen hinsichtlich Arbeitsplatzsuche, Bewerbungen und Wohnungssuche gecoacht werden. Außerdem bietet ILI eine Rechtsberatung für die betroffenen Frauen an.

Umsetzung der UN-Resolution 1325: Diese Resolution sieht vor, dass bei allen politischen Konfliktlösungen die Rechte von Frauen und Opfern sexistischer Gewalt in angemessener Weise berücksichtigt werden. ILI setzt sich dafür ein, dass in allen Verhandlungen Frauen vertreten sind, die sich für Frauenrechte einsetzen. Außerdem bietet ILI Seminare und Workshops zu diesem Themenbereich an.

Hevda und Khulud erläutern die Arbeit von Isha L'Isha.Engagement gegen Frauenhandel: Dieses Arbeitsfeld nimmt derzeit den größten Raum rein. Es umfasst Opferberatung, Unterstützung für Prostituierte (aller Nationalitäten) in Haifa, Seminare und Workshops für PolizistInnen und SozialarbeiterInnen und Aufklärungsarbeit gegen käuflichen Sex im Internet. ILI arbeitet in diesem Themenfeld auch mit ausländischen Nichtregierungsorganisationen (NGO) innerhalb eines multinationalen Projektes gegen Frauenhandel zusammen.

Beratungs- und Aufklärungsarbeit zum möglichen Eizellenhandel: Sollte ein entsprechendes Gesetz, das die Entnahme von und den Handel mit Eizellen erlauben würde, von der Knesset (dem israelischen Parlament) beschlossen werden, so möchte ILI zukünftig dazu ein kritisches Bewusstsein in der Öffentlichkeit schaffen und betroffene Frauen beraten. Es werden sehr wahrscheinlich besonders arme Frauen sein, die sich, um Geld zu bekommen, mit dem Gedanken der Eizellenspende befassen werden. Die psychischen und physischen Risiken für die Frauen eines solchen Eingriffes sind allerdings kaum bekannt.

Abgesehen von diesen Arbeitsschwerpunkten verfügt ILI über eine Hotline, über die hilfsbedürftige Frauen, auch Opfer sexueller Gewalt, jederzeit Hilfe und Vermittlung zu Frauenhäusern finden können. Schließlich gibt ILI seit 20 Jahren die "einzige feministische Zeitung" für ganz Israel heraus.

www.isha.org.il
www.coalitionofwomen.org

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